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Demographie

Immer mehr Städte und Gemeinden müssen sich auf rückläufige Einwohnerzahlen und eine zunehmend ältere Bevölkerung einstellen. Mit dem demographischen Wandel sind weitreichende Folgen für alle Lebensbereiche und Handlungsfelder verbunden. Insbesondere verändern sich die Anforderungen an Wohnen und Wohnumfeld, Nahmobilität und Versorgungsstrukturen. Für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung wird es darauf ankommen, Quartiere altersgerecht und generationsübergreifend weiterzuentwickeln und eine hochwertige, künftig wohl stärker gebündelte und vernetzte lokale Daseinsvorsorge für alle Generationen zu sichern – von jungen Familien bis hin zu pflegebedürftigen Hochbetagten.

Wir beschäftigen uns mit den Herausforderungen des demographischen Wandels und arbeiten daran mit, dass diese innovativ und offensiv angenommen werden. Damit Städte für alle Generationen lebenswert bleiben, sind kontinuierlich bauliche und strukturelle Anpassungen sowie vernetztes und perspektivisches Denken erforderlich. In stark schrumpfenden Regionen lassen sich demographisches Schrumpfen und Altern zwar nicht umdrehen – gleichwohl lässt sich das Tempo des demographischen Wandels verlangsamen.    

   

FORSCHUNG . EMPIRISCH . VERTIEFEND

Lebenszufriedenheit und Bindungskraft
Zentraler Orte im Land Brandenburg aus der Sicht der Altersgruppe
16 bis unter 30 Jahren

Das Land Brandenburg verzeichnet seit Jahren erhebliche Wanderungsverluste. Die demografischen Einschnitte zu Beginn der 1990er Jahre haben annähernd zu einer Halbierung der Zahl der unter 18-Jährigen geführt. Damit Brandenburgs Städte ihre wirtschaftliche Basis und Attraktivität als Wohn-, Lebens- und Versorgungsorte für ihre Bewohner und das Umland erhalten und stärken können, brauchen sie eine gut qualifizierte und gestaltungsoptimistische junge Generation, die zum Bleiben und Zurückkommen bereit ist. Gleiches gilt für andere Bereiche des städtischen Lebens (Vereinleben, Sport, Musik, Kultur). Während bisher in politischen und wissenschaftlichen Diskussionen der Abwanderung große Aufmerksamkeit geschenkt wurde, kommt es nun darauf an, sich stärker mit den Bleibe- und Rückkehrfaktoren auseinanderzusetzen. Denn soviel ist gewiss: Die demographische Entwicklung sagt zwar viel über die Zukunft der Städte aus – sie verweist aber auch auf die Notwendigkeit, diese gemeinsam mit der jungen Generation zu gestalten. Die Untersuchungsergebnisse geben dafür wertvolle Hinweise. Sie sindn in einem Abschlussbericht dargestellt und in einer Broschüre mit dem "Bleiben, Wegziehen, Wiederkommen? Lebenszufriedenheit und Wanderungsmotive junger Menschen in Brandenburg"  zusammengefasst.

Auftraggeber: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Gemeinsame Landesplanungsabteilung der Länder Berlin-Brandenburg
Laufzeit: 2009
Bearbeitung: mit IfS Institut für Strukturforschung und Strukturpolitik, Berlin 
Inhalte: Forschungsdesign, bisherige Forschungen zur Lebenszufriedenheit in und Bindungskraft von zentralen Orten, Zukunftssicherung von Brandenburgs Mittelzentren zwischen Wanderungsmobilität und Bindungserfordernissen, Ergebnisse der empirischen Untersuchung, Schlussfolgerungen, Schülerperspektiven, Empfehlungen
Methoden: Auswertung von sekundärstatistischen Daten, Experteninterviews, Workshops an zwölf Schulen, schriftliche Befragungen von 800 Schülerinnen und Schülern, schriftliche Befragungen von mehr als 5.000 Absolventen, 40 vertiefende Telefoninterviews, Berichterstellung, Präsentation der Ergebnisse vor Ort. Abschlussbericht und Broschüre
Dokument Abschlussbericht: Abschlussbericht – Bindekraft zentraler Orte im Land Brandenburg (ifs)

 

Dokument Broschüre: BLEIBEN, WEGGEHEN, WIEDERKOMMEN?
Lebenszufriedenheit und Wanderungsmotive junger Menschen in Brandenburg

 

 

FACHLICH . MODELLHAFT . PERSPEKTIVISCH
"Anlaufstellen für ältere Menschen".

Ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Im Auftrag des Deutschen Verbands für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. unterstützen wir in Kooperation mit dem Büro für integrierte Planung BiP seit Juli 2014 die fachliche Begleitung dieses Bundesprogrammes. Es hilft Trägern und Kommunen, bestehende Informations- und Beratungsangebote für ältere Menschen weiterzuentwickeln. So sollen im Quartier integrierte Anlaufstellen entstehen, die niedrigschwellig gestaltet Hilfestellung rund um das Wohnen und Leben im Alter geben. Gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft werden organisiert, Mobilität, Teilhabe und freiwilliges Engagement gefördert.
AuftraggeberDeutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. (German Association for Housing, Urban and Spital Development)
Zeitraum: 2014 – 2016
Bearbeitung: mit Uta Bauer, BIP Büro für Integrierte Planung 
Inhalte: Inhaltlich-fachliche Unterstützung der Geschäftsstelle des Programms "Anlaufstellen für ältere Menschen"
Methoden: Fachlicher Austausch, Expertisen, Beteiligung an Tagungen, Moderation von Workshops
 
„Altersgerecht umbauen“
Ein Bundesmodellvorhaben des BMVBS/BBSR

Im Rahmen des Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ der KfW Bankengruppe, unterstützt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sollten Eigentümer, Vermieter und Mieter dazu angeregt werden, rechtzeitig bauliche Vorsorge zu treffen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Im Herbst 2009 hatte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zusammen mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung öffentlich zu den Modellvorhaben aufgerufen. Die Stadt Neuruppin wurde als eines von 20 Modellprojeken mit dem Pilotprojektes Klosterstraße 33 daran teil und widmete sich dem Thema  Wohnen in der historischen Innenstadt der Fontanestadt Neuruppin – generationengerecht, barrierefrei, mitten im LebenAm Beispiel des  wurden der notwendige Anpassungsbedarf für Gebäude und Wohnungen und die Umsetzbarkeit einzelner KfW-Förderbausteine ermittelt.

AuftraggeberASB-Kreisverband Ostprignitz-Ruppin e.V. (Träger des Modellprojekts) 
Laufzeit: 2010 bis 2013
Inhalte: Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligung, Aufbau einer Nutzergruppe
Methoden: Begleitung des Prozesses, Durchführung eines Fachtags, Nutzungskonzept für Klosterstrasse 33

 

VORGETRAGEN . BEIGETRAGEN . MODERIERT
Erfolgsmodelle der Jugendarbeit in den Neuen Bundesländern im Zeichen des demographischen Wandels. Bilanz und Ausblick

Fachkkongress

Veranstalter: Koordinierungsstelle "Perspektiven für junge Menschen•
Zeit und Ort:  8. und 9. Septenber 2010, Berlin
Aufgabe:  Beitrag zum Thema "Wie wird einen Idee zum Erfolgsmodell?" Kommentierung der vorgestellten Erfolgsmodelle mit Blick auf den aktuellen Fachdiskurs

Stadtquartiere ohne Barrieren – All(e) inklusive

Fachtagung zum Sondergutachten „Barrierefreie Stadtquartiere“ im Rahmen des ExWoSt- Forschungsfeldes „Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere"

Veranstalter: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Zeit und Ort:​ 28. Juni 2011, Berlin
Aufgabe:​ Kurzbeitrag zum Thema Barriereabbau als sozialer Prozess

FuN – Familie und Nachbarschaft

Fachtagung

Veranstalter: Gesundheit Berlin-Brandenburg
Zeit und Ort: 10. Februar 2012, Potsdam
Aufgabe: Workshop  Nachbarschaft – gelebt und unterstützt in schrumpfenden Städten. Impulsbeitrag zum Thema: Tragen soziale Netze zum Bleiben und Wiederkommen junger Familien bei?

 

Stadtforschung und Sozialplanung
Dr. Ingeborg Beer
Helmstedter Str. 26, 10717 Berlin
Telefon: 030 / 891 54 53
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