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Evaluierung

Öffentliche Institutionen und private Stiftungen sind daran interessiert, dass ihre Programme und Projekte von hoher Qualität und nachhaltiger Wirkung sind.  Evaluierungen tragen zu Erkenntnissen über Zielgenauigkeit, Steuerung und strategische Weiterentwicklung bei und ermöglichen  Einblicke in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Je nach Einsatzbereich und Erkenntnisinteresse können diese Bewertungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten entweder anzipatorisch, begleitend oder rückblickend durchgeführt werden. Mit einem vielfältiges Methodenrepertoire können Programme und Projekte überprüft und optimiert werden. 

Im Spektrum möglicher Evaluierungsansätze liegt unser Schwerpunkt bei der begleitenden (formativen) Evaluierung. Mit Blick auf nachhaltige Wirkungen erheben wir Daten und bewerten Qualitäten. In hohem Maße setzen wir auf  Kommunikation und Erfahrungsaustausch, auf gemeinsame und selbstkritische Lernprozesse. Erforderliche Umorientierungen in der Projektarbeit sollen in kurzer Zeit möglich sein, die Ergebnisse von den Beteiligten mitgetragen werden. Gut nachvollziehbare und transparente Evaluierungsberichte können anderen Projektträgern Mut machen, sich an guten Beispielen zu orientieren und mögliche Stolpersteine zu umgehen. 

 

KULTUR . PATENSCHAFTEN . BILDUNG

Projekte der Bürgerstiftung Halle (Saale)

Kulturelle Teilhabe ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist eng mit sozialer Herkunft verbunden und setzt kulturelle Bildung voraus. Um Kindern aus einkommensschwachen und bildungsdistanzierten Milieus den Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern, spielen zivilgesellschaftlich organisierte Patenschaften und Kunstprojekte an Schulen eine große Rolle. Die Bürgerstiftung Halle leistet mit ihren Projekten Max geht in die Oper und Max macht Oper dazu einen gewichtigen Beitrag. In der Gleichzeitigkeit der beiden Herangehensweisen wird eine besondere Komplexität „aus einer Hand“ ersichtlich, die so in anderen Städten wohl kaum realisiert wird: Kinder sollen an kulturellen Angeboten teilhaben (Max geht in die Oper) und selbst künstlerisch aktiv sein können (Max macht Oper). Zahlreiche Preise und Anerkennungen, das Engagement der drosos Stiftung sowie viele engagierte Spender unterstreichen den hohen Wirkungsgrad dieser Projekte und deren identifikatorische Leistung.

Max geht in die Oper  

Max steht für Kinder aus Halle (Saale), die in einkommensschwachen Familien aufwachsen, wenig Zugang zu den kulturellen Angeboten der Stadt finden und in ihren Stadtteilen kaum kulturelle Bildung erfahren. Das Projekt Max geht in die Oper ermöglicht ihnen in Eins-zu-eins-Beziehung mit ehrenamtlichen Paten den Besuch von Museen, des Puppentheaters, von Konzerten und Ausstellungen in der Gruppe. Die Kinder schätzen vor allem die persönliche Beziehung der Patenschaft und die Kulturausflüge in der Gruppe. Die Erfahrung von Wertschätzung, Anerkennung sowie sozial-emotionale Bindungen erweisen sich als wichtiges Fundament für ihr Interesse an Kultur und Bildung. 

Auftraggeber: Bürgerstiftung Halle (Saale)
Laufzeit: 2010 bis 2014
Inhalte: Strukturelemente und Prozess des Patenschaftszyklus, Motive und Bewertungen der Kuturpaten, Erfahrungen und Wünsche der Kinder, Prozessqualität, nachhaltige Ergebnisse
Methoden: Schriftliche Befragung der Paten und der Kinder in allen Patenschaftszyklen, Besuche von Veranstaltungen, Broschüre zu den Ergebnissen, Teilnahme an Kulturausflügen, Auswertungen und Ergebnisdokumentation
 
Max macht Oper

Max macht Oper setzt auf kulturelle Bildung in Schulen und außerschulischen Einrichtungen in den Stadtteilen, in denen die Kinder leben. In Kooperation mit professionellen Kunst- und Kulturschaffenden werden vielfältige Projekte initiiert. Kinder können selbst zum Instrument oder Pinsel greifen und die Ergebnisse öffentlich präsentieren. In diesem Projektbereich  schafft die Bürgerstiftung Brücken zwischen Bildung und Kultur, von Künstlern zu Schulen und außerschulischen Einrichtungen. Hier wird deutlich, wie wertvoll und notwendig kulturelle Bildung für die Entwicklung der Kinder ist – und was sie aus den Projekten für ihre persönliche Entwicklung mitnehmen können.

Auftraggeber: Bürgerstiftung Halle (Saale)
Laufzeit: 2011bis 2014
Inhalte: Kunst trifft Bildung im Stadtteil, Ergebnisse und Erfahrungen, Prozessqualität, Kurzporträts der Projekte, nachhaltige Ergebnisse
Methoden: Schriftliche Befragung der beteiligten Künster, leitfadengestütze Gespräche mit Rektorinnen und Rektoren von Schulen, Besuch einiger Projekte, Auswertung und Ergebnisdokumentation 
Max_Oper.pdf
 
 

ALLEINERZIEHENDE . TEILHABE . UNTERSTÜTZUNG

 

VEREINBAR!

Ziel dieses Projekts waren die Stärkung der Einelternfamilie sowie die Teilhabeförderung für Alleinerziehende in Ausbildung, Beruf und Quartier in Schwedt (Oder). Es wurde im Kontext des Förderwettbewerbs „Vielfalt und sozialer Zusammenhalt in Brandenburgs Städten – Lebensräume gemeinsam  gestalten“ durchgeführt. Im Mittelpunkt steht die Familienform „Alleinerziehend“, die angesichts rascher demografischer und sozialer Veränderungen an Bedeutung gewonnen hat. In Schwedt (Oder) sind Alleinerziehende gegenüber Paarfamilien mit minderjährigen Kindern bereits in der Mehrheit. Beruf, Haushalt und Familie unter einen Hut zu bringen, ist für Alleinerziehende eine besonders große Herausforderung. Dies erfordert hinsichtlich der Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt neue Konzepte und Überlegungen. Es kam darauf an, Unterstützung bei der Alltagsbewältigung und beim Übergang von Transferabhängigkeit in Berufstätigkeit zu leisten und an der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf mitzuwirken.

Auftraggeber: Uckermärkischen Bildungsverbund gGmbH Schwedt/Oder
(Projektträger)
Laufzeit: 2012 bis 2014
Fördergeber: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg
Inhalte: Zielgruppen und lokaler Kontext, Grundlinien und Ziele des Konzepts, Module, Ergebnisse eines überregionalen Erfahrungsaustauschs, Nachhaltigkeit und Verstetigung, Empfehlungen
Methoden: Analyse sekundärstatistischer Daten, Teamgespräche, Projektbesuche, Struktur-, Prozess- und Ergebnisbewertung, Empfehlungen
 
 

JUGENDLICHE . AKTIVIEREN . INTERKULTURELL

Graefe Süd – Töchter in Aktion

Das Projekt Graefe Süd – Töchter in Aktion wird seit September 2012 vom Verband für interkulturelle Arbeit (VIA) in Kooperation mit Evin e.V. in der Werner-Düttmann-Siedlung in Berlin durchgeführt und durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert. Ziel ist die Stärkung und Aktivierung der Poteziale von Mädchen und jungen Frauen aus türkisch- und arabischstämmigen FamilienSie sollen selbständig Miniprojekte konzipieren und umsetzen, sich in interkulturellen Projekten beruflich ausprobieren. Parallel dazu nehmen sie an einem Qualfizierungsprogramm teil und werden durch die Begleitung von Mentorinnen auf ihre Berufswegeplanung vorbereitet. Unsere Aufgabe: fachliche und wissenschaftliche Begleitung.

Auftraggeber: Verband für interkulturelle Arbeit (VIA). 
Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V.
Zeitraum:  seit September 2012
Inhalte: Beschreibung der Projektfortschritte, Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität, Verstetigungschancen 
Methoden: Teamgespräche, Teilnahme an Terminen mit den Jugendlichen und Miniprojektleiterinnen
Dokumente: Zwischenberichte, Projekt ist noch nicht abgeschlossen

 

WIR IM BRUNNENVIERTEL. WIB– JUGEND

Das Projekt wurde im Quartiersmanagementgebiet Brunnenviertel-Brunnenstraße durchgeführt. Seine inhaltlichen und konzeptionellen Wurzeln reichen zurück in das Aktionsprogramm Vielfalt fördern – Zusammenhalt stärken des Berliner Senats 2006. Beeindruckend war damals die Empowermentstrategie „Jugendliche aktivieren Jugendliche“, die im weiteren leicht modifiziert und nun in der dritten Phase mit zahlreichen Miniprojekten umgesetzt wurde. Es umfasst drei Module: Fördern, Fordern, Verantwortung. Unsere Aufgabe: begleitende Evaluierung.

Auftraggeber: Verband für interkulturelle Arbeit (VIA). Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V.
Zeitraum:  2010 bis 2011
Inhalte:  Projektziele, Zielerreichung, Ergebnisse, Probleme und Hemmnisse, Anregungen und Empfehlungen
Methoden: Schriftliche Befragung der jugendlichen Projektleiterinnen und Projektleiter (Miniprojekte), Teilnahme an Terminen und Gesprächen
Dokumente: Zwischenberichte, Abschlussbericht
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