• images1

Vielfalt

Das Zusammenleben in den Städten ist von differenzierten Lebensstilen, unterschiedlichen Familienformen und kultureller Vielfalt geprägt. Politik und Gesellschaft stellen sich zunehmend darauf ein, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Damit gewinnen die Akzeptanz von kultureller und religiöser Verschiedenartigkeit, der Abbau von Teilhabebarriere sowie die gemeinsame Gestaltung einer interkulturellen Zukunft an Bedeutung. Gleichwohl erweisen sich diese Zielperspektiven in der kommunalen Praxis vielfach als problematisch – im alltäglichen Zusammenleben der Menschen ebenso wie im Aufgabenverständnis von Institutionen und sozialen Einrichtungen. Derzeit zählt die Unterstützung von Flüchtlingen und deren Integration in das Gemeinwesen zu den besonderen Herausforderungen einer solidarischen und sozialen Stadt.    

Wir beschäftigen uns vor allem aus dem Blickwinkel von Teilhabeförderung und Interkultur mit dem Thema. Dabei spielen die gelebte Kultur des Willkommens und der Anerkennung sowie offene und partizipative Handlungsansätze eine große Rolle. Dies betrifft auch die gleichberechtigte Teilhabe von Migranten(selbst)organisationen an Quartiersprozessen und Förderprogrammen. Gemeinsam mit interkulturell erfahrenen Partnern bieten wir kompetente Beratung und Moderation, entwickeln Konzepte für Vielfalt und Teilhabe, unterstützen Struktur- und Projektentwicklung. Wir bringen unser Erfahrungswissen in Netzwerke und Forschungsthemen ein.

 

DIALOGE . PROZESSE . PERSPEKTIVEN 

Soziale Arbeit mit Flüchtlingen in der Landeshauptstadt Potsdam 
Die Landeshauptstadt Potsdam, Fachbereich Soziales und Gesundheit hat das Thema “Soziale Arbeit mit Flüchtlingen“ Ende des Jahres  2013  in den Mittelpunkt eines Fachdialogs gestellt. Zum einen stieg die Zahl der Flüchtlinge an. Zum andern wurden die Anstrengungen verstärkt, sie möglichst zügig in Mietwohnungen unterzubringen und damit eigenständige Lebensformen zu ermöglichen. Dies erhöhte den Bedarf an professioneller Beratung, Unterstützung und Begleitung und machte kooperative Arbeitsformen zwischen den damit befassten Akteuren erforderlich. Im Rahmen des Fachdialogs Soziale Arbeit mit Flüchtlingen wurden die damit befassten Akteure bei der Erarbeitung eines trägerübergreifenden Zielverständnisses unterstützt und ein erstes Qualitätsraster für soziale Beratungsangebote entwickelt.

 

Auftraggeber:Landeshauptstadt Potsdam, Fachbereich Soziales und Gesundheit
Zeitraum:  2013 bis 2014 
Bearbeitung: mit Sosan Azad, Streit Entknoten GmbH, Berlin
Inhalte:  Rahmenbedingungen, Grundsätze, Qualitätsaspekte
Methoden: Dokumentenanalyse, Fach- und Werkstattgespräche, Einzelgespräche mit Expertinnen und Experten, Gespräche mit Flüchtlingen in Unterkünften und Wohnungen.
Dokument: Werkstattbericht Soziale Arbeit mit Flüchtlingen in der Landeshauptstadt Potsdam, März 2014

 

Qualitätsdialog mit Berliner Migranten(selbst)organisationen
Der Qualitätsdialog mit den damals aktuellen Integrationsprojekten der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen diente der strategischen und inhaltlichen Weiterentwicklung der Projektförderung durch das Land Berlin. Die Ergebnisse spiegeln den Wandel vom traditionellen Integrationsverständnis hin zu Diversitäts- und Partizipationsstrategien wider. Sie bilden eine wesentliche Grundlage des neuen Partizipationsprogramms. Künftig sollen die Bereiche gesellschaftliche Teilhabe und Empowerment von Menschen mit Migrationshintergrund und ihren Organisationen, herkunftsübergreifende Angebote und Kooperationen sowie die strukturelle Verbesserungen von Netzwerken und schließlich mehr politische Partizipation im Gemeinwesen im Mittelpunkt der Förderung stehen. 
 
Auftraggeber: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. Die Beauftragte des Senats für Integration und Migration
Zeitraum: 2013
Bearbeitung: mit Sosan Azad, Streit Entknoten GmbH Berlin
Inhalte: Stärken und Schwächen des bisherigen Integrationsprogramms,Erfordernisse und Perspektiven der Weiterentwicklung, Darstellung des Prozesses im Qualitätsdialog, Ziele, Handlungsfelder und Qualitätsvorstellungen für die Weiterentwicklung des bisherigen Integrationsprogramms, Empfehlungen für die Neuausrichtung.
Methoden: Auftaktveranstaltung, Werkstattgespräche, Gespräch mit dem Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen, World-Café, Abschlussveranstaltung mit der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat

 

 

PROGRAMME . MODELLPROJEKTE . QUALITÄTEN  

 

Verstärkte Partizipation von Migrantenorganisationen.
Fachliche und wissenschaftliche Begleitung der Modellprojekte des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge

Migranten(selbst)organisationen sind wichtige Partner der Integrationsarbeit vor Ort. Um sie stärker an der Projektförderung zu beteiligen und zu professionalisieren, hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zwei Jahre lang bundesweit 15 Projekte gefördert. Hierbei wurden verschiedene Kooperationsmöglichkeiten zwischen Migrantenorganisationen und anderen Trägern – etwa Wohlfahrtsverbänden oder Trägern der Jugendarbeit – modellhaft erprobt: Mentoring, losere inhaltliche Kooperationen, einen enge Zusammenarbeit in sogenannten Tandemprojekten. Wie die Art der Zusammenarbeit waren auch die Inhalte weit gefasst: Sie erstreckten sich auf Stadtteilarbeit, Gesundheits- und Familienberatung, Jugendarbeit, interkulturelle Öffnung oder die Stärkung bürgerschaftlichen Engagements.

Auftraggeber: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Nürnberg
Zeitraum:2009 – 2012
Bearbeitung: mit Dr. Jörg Ernst, Centrum für Bürgerschaftliches Engagement, Mülheim an der Ruhr 
Inhalte:  Qualitätssicherung, fachliche Begleitung
Methoden: Durchführung von Veranstaltungen (Auftakt-, Zwischen- und Schlussbilanz, Fachtag, Regional- und Nachhaltigkeitstreffen), Projektbesuche und Vor-Ort-Gespräche mit Projektleiterinnen und -leitern, Auswertung von Konzepten, schriftliche Befragungen, laufende Newsletter, Projektsteckbriefe, Organisation von Fortbildungsveranstaltungen.
Dokument:  BAMF_Modellprojekte_MO.pdf
 
Modellprojekt „Maßnahmen zur Stärkung der Roma-Community in Berlin insbesondere aufsuchende Sozialarbeit und Aufbau von Selbsthilfestrukturen" 

Das Modellprojekt wurde von mehreren Senatsverwaltungen getragen: Der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. Die Beauftragte für Integration und Migration, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie der  Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Referat II . Es  unterstützte die Maßnahmen der Fachverwaltungen für Roma in den fünf Aktionsräumenplus.  

Auftraggeberin: Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. Die Beauftragte des Senats für Integration und Migration / Südost e.V.und unterstützte Maßnahmen für zugewanderten Roma in Berlin. Im Mittelpunkt standen aufsuchende Sozialarbeit und der Aufbau von Selbsthilfestrukturen.
Zeitraum:  2011 bis 2013
Inhalte:  Zielsystem und gemeinsame Prozessbausteine, Einblicke in Geschichte, Lebensbedingungen und Diskriminierungskontexte von Roma, Berlin-Strategie zur Einbeziehung aus ausländischen Roma, Handlungsfelder im Modellprojekt (Ausuchende Sozialarbeit und Aufbau von Selbsthilfestrukturen, Alphabetisierung, Communitybuilding und Vernetzung) Projektträger und Projekte, Empfehlungen
Methoden: Gespräche mit Projektträgern, schriftliche Befragung von Projektverantwortlichen, Beteiligung an Veranstaltungen und Fachtagen, Erfahrungsaustausch, 
Dokument: Broschüre über IntMig (kostenlos)

 

Aktionsprogramm „Vielfalt fördern – Zusammenhalt stärken“ (2)

Nach den Erfolgen des ersten Aktionsprogramms mit dem Motto Vielfalt fördern – Zusammenhalt stärken im Jahr 2006 beschloss der Berliner Senat eine Neuauflage des Programms für 2008/09 mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Im Mittelpunkt der in einem zweistufigen Verfahren ausgewählten 17 Projekte stand nun die Zielgruppe junger Männer mit Migrationshintergrund, die nach Auffassung des Berliner Integrationskonzepts von 2007 bisher noch wenig Berücksichtigung fan. Ziele der Programmumsetzung waren Aktivierung und Partizipation, die interkulturelle Öffnung in der Jugend- und Elternarbeit sowie die Zusammearbeit im Tandem.  

 
Auftraggeberin:Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales. Der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration
Zeitraum:  2008 bis 2010
Inhalte: Programmbeschreibung, Ziele und Handlungsfelder, Zusammenarbeit im Tandem, Prinzipien und "Stolpersteine", Migrationshintergrund – Wege aus der Defizitfalle, Zielgruppe: männliche Jugendliche und junge Erwachsene, Männlichkeit, Teilhabehemmnisse durch negative Zuschreibungen und verinnerlichte Vorurteile, Wege aus der Defizitfalle
Methoden: Auftakt-, Zwischen- und Bilanzveranstaltung, Fachtag, Erfahrungsaustausch mit Migrantenorganisationen, laufende Beratung und Projektbesuche, Newsletter und Projektesteckbriee, Abschlussbericht
Dokument: AP-Broschüre_2.pdf

 

VERÖFFENTLICHT 

Ingeborg Beer: Quartiersentwicklung als Diversitäts- und Teilhabestrategie. Zwischen traditionellen Integrationsdiskursen und gelebten Migrationsrealitäten (2013), in: Ansgar Klein, Rainer Sprengel, Johanne Neuling (Hrsg.): Jahrbuch Engagementpolitik 2013 (Nachdruck), Schwalbach/Ts., WOCHENSCHAU Verlag, S. 55-69,

Ingeborg Beer: Quartiersentwicklung als Diversitäts- und Teilhabestrategie. Zwischen traditionellen Integrationsdiskursen und gelebten Migrationsrealitäten (2012), in: Schnur, Olaf; Zakrzewski, Philipp; Drilling, Matthias (Hrsg.): Migrationsort Quartier. Zwischen Segregation, Integration und Interkultur, Wiesbaden: Springer VS

Ingeborg Beer: „Integration“ heißt gleichberechtigte Teilhabe an der Stadt – Segregierte Quartiere brauchen vielfältige Netze und Brücken. in: vhw Forum Heft 5, 2007

 

VORGETRAGEN . BEIGETRAGEN . MODERIERT 

 
Projektkonferenz „Muslimische Gemeinden als kommunale Akteure“
Veranstalter: Goethe-Institut und Robert Bosch Stiftung
Zeit und Ort:​ 26. Mai 2014, Goethe-Institut München
Aufgabe:​  Moderation des Workshops "Netzwerkarbeit"
Mit dem Projekt “Muslimische Gemeinden als kommunale Akteure” unterstützt das Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung das Engagement muslimischer Gemeinden.

 

Fachtagung zum Thema: Die Integrationspolitik von morgen. Politische und rechtliche Vorschläge für die kommenden Jahre
Veranstalter: Friedrich Ebert Stiftung und Deutsch plus
Zeit und Ort:  13. Juni 2013, Friedrich Ebert Stiftung, Berlin
Aufgabe: Impulsreferat im Forum 3 zum Thema Was wäre ein sinnvoller institutioneller Rahmen der Integrationspolitik?

 

Fachtagung “Vielfalt in der engagierten Stadtgesellschaft

 

Freiwilliges Engagement und Diversity”

Veranstalter: Landesfreiwilligenagentur Berlin in Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Berlin (LAGFA Berlin) unter Schirmherrschaft von Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales
Zeit und Ort: 04. Dezember 2013, Rotes Rathaus von Berlin
Aufgabe: Beteiligung an der Podiumsdiskussion zum Thema Diversität in der Großstadt: zwischen Mehrheitskultur und gelebter Vielfalt

 

 

 

 

 

 

 

Stadtforschung und Sozialplanung
Dr. Ingeborg Beer
Helmstedter Str. 26, 10717 Berlin
Telefon: 030 / 891 54 53
info@stadtforschung-berlin.de

Stadtforschung und Sozialplanung

Arbeitskreis Quartiersforschung
Stadtdebatte Berlin · Gentrification Blog
Soziale Stadt.
Stadtumbau Ost
derive – Zeitschrift für Stadtforschung
Quartiere entwickeln

home_people230
© 2018    Dr. Beer Stadtforschung + Sozialplanung, Tel.: 030 / 891 54 53 · Log in                     kontakt                     impressum